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13.07.04: Verkehrssicherheitstag

Nach der Pilotveranstaltung im Jahr 2003 fand nun zum zweiten Mal eine Veranstaltung zur Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe statt. Hintergrund ist der hohe Anteil junger Fahrer an den Unfallzahlen - mehr als 1500 Tote und 100000 Verletzte pro Jahr (Altersgruppe bis 25 Jahre).

Die Veranstaltung wurde von den Verkehrsberatern der Polizei durchgeführt und von einer Reihe von Organisationen unterstützt, darunter

Zeit: Dienstag 13.07.2004, 8:15 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz der Messe Pirmasens, unter der Zeppelinbrücke

Programmpunkte:

Das Fahrsicherheitstraining wurde in Gruppen von 10 Personen durchgeführt.

Artikel der Schülerzeitung "Topf"

Heute fand für die Zwölfer der Verkehrssicherheitstag statt. War es doch anfangs noch nicht so sehr interessant, so wurde es gegen Ende wirklich gut.

Am Anfang wurde simuliert, dass man an einen Unfall kommt, an dem zwei Kleinwagen beteiligt sind. Es wurde gezeigt wie die Verletzten versorgt werden, was aber an sich nicht wirklich interessant war. Dann erklärte einer von der Feuerwehr, wie man eine Autoscheibe zerschlagen kann. Schade war nur, dass dieser Mensch nicht mit dem Megaphon umgehen konnte, so dass man eigentlich nichts verstanden hat. Alles in Allem war diese erste Station nicht wirklich spektakulär.

Interessanter wurde es bei der zweiten Station, hier sah man einen Unfallwagen (einen großen, breiten Mercedes), dessen Fahrer mit 125 km/h (erlaubt waren 70 km/h) aus der Kurve getragen wurde und in ein anderes Fahrzeug fuhr. Der Fahrer des anderen Wagens, der sich an die 70 Stundenkilometer hielt starb bei diesem Unfall, der Fahrer des Mercedes wurde nur leicht verletzt, seine Beifahrerin wurde schwerer verletzt und hat noch heute psychische Probleme, aufgrund des Todes des Unfallgegners. Das Auto war stark deformiert, was auf eine ziemlich Wucht des Aufpralls schließen lässt. Jeder, der das gesehen hat, wird hoffentlich nun sich zweimal überlegen, ob es sich lohnt zu rasen. Allerdings werden sich „überzeugte" Raser davon leider nicht beeindrucken lassen.

Dann kam der praktische Teil. Nach einer kurzen Überprüfung des Fahrzeugs durch den TÜV ging es los, mit 40 km/h und auf einer nassen Folie eine Vollbremsung durchführen. Bei einigen sah man sehr deutlich, welche Vorteile ABS hat. Der ein oder andere bremste schon vor der Folie, andere fuhren schneller als 40, aber insgesamt lief die Übung reibungslos ab. Die zweite Übung sah ähnlich aus, wobei nur die zwei rechten Räder auf der Folie waren, der linke Teil war auf nassem Asphalt. Hierbei gab es dann zwei, drei Dreher, aber auch hier gab es im Großen und Ganzen keine Probleme.
Zum Schluss musste man mit abgeklebten Tacho genau 30 km/h fahren. Problem hierbei war, dass jeder den Zettel wieder leicht hätte abmachen können, zweitens wurde der Drehzahlmesser nicht abgeklebt, woran ein gewiefter Autofahrer genauso gut seine Geschwindigkeit ablesen kann. Aber interessant war es trotzdem, nach meinen Informationen schafften es etwa 3-5 Prozent der Teilnehmer exakt 30 zu fahren.
Während diesen Übungen hatten die Schüler ohne Fahrzeug, bzw. die Schüler die gerade nicht dran waren die Möglichkeit, in einem Simulator zu erfahren wie sich ein Aufprall mit 15(!) km/h anfühlt, mir hat das schon gereicht.

Ingesamt war der Tag nicht so unnötig wie ich befürchtete, ich weiß wie sich eine Vollbremsung auf glattem Untergrund und ein Aufprall mit 15 km/h anfühlen. Das waren dann doch Erfahrungen, die man mal gemacht haben sollte, und auch der Anblick des stark demolierten Mercedes schreckte mich ein wenig ab, wobei ich ja sowieso den Sinn des Rasens nicht so wirklich verstehe, denn meist ist man ja doch nur 2 Minuten früher da, zumindest auf kurzen bis mittleren Strecken.

Von unserem embedded Journalist Indiana (Johannes)